Der Katzenberg ist Club of Rome Schule

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Für ein positives Menschenbild

Adendorfer Haupt- und Realschule am Katzenberg ist jetzt Club of Rome Schule

pet Adendorf. „Schule ohne Rassismus“ und „Schule pro Berufsorientierung“ ist die Haupt- und Realschule am Katzenberg in Adendorf schon. Auf das dritte Schild, das seit einigen Tagen im Eingangsbereich hängt, sind Lehrer, Schüler und Eltern besonders stolz: Seit wenigen Tagen ist die Schule „Club of Rome Schule“ – eine von nur 16 in Deutschland, eine von zweien in Niedersachsen.

Der 1968 gegründete Club of Rome ist eine weltweite Vereinigung von Vertretern aus Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und Politik. Bekannt wurde der Club 1972 durch die Veröffentlichung „Die Grenzen des Wachstums“. Der Bericht zur Zukunft der Weltwirtschaft enthält kritische Prognosen zu den Bereichen Industrialisierung, Bevölkerungswachstum, Unterernährung, Ausbeutung von Rohstoffreserven und Zerstörung von Lebensräumen. Einer der Schwerpunkte in der Arbeit der deutschen Club-Sektion ist die Bildungsarbeit.

Grundideen, die in den Club of Rome Schulen gelebt werden sollen: „Respekt, Toleranz und Vielfalt. An die Stelle von Kontrolle und Misstrauen tritt eine Vertrauenskultur.“ Weiter wird Wert gelegt auf „ein positives Menschenbild und selbst organisiertes Lernen.“ Club of Rome Schulen „verstehen Lernen und Leistung nicht als Anhäufung von Wissen, sondern als Erarbeitung lebenstauglicher fachlicher, sozialer und persönlicher Kompetenzen.“ Schließlich sollen die Schulen offen für Impulse von außen sein, „gezielte Grenzüberschreitung und Kooperation mit externen Partnern“ sind anzustreben.

Sieben Jahre lang bereitete sich die Katzenberg-Schule auf die Aufnahme in den erlauchten Kreis der Club of Rome Schulen vor. Ein „Schul-Ethos“, das den Umgang untereinander regelt und deutliche Auswirkungen zeigt, wurde verankert. „Besucher sagen oft, es weht ein ganz besonderer Geist in unserer Schule“, sagt Rektor Martin Peters. Ein Kernstück in der Arbeit der Adendorfer ist die fächerübergreifende Projektarbeit – in jedem Jahrgang steht ein bestimmtes Thema auf dem Programm, etwa „Ägypten“ (5. Klassen), „Ernährung“ (6.), „Naturkatastrophen“ (7.), „Interkulturelles Verständnis“ (8.), „Europa“ (9.) und „Endliche Ressourcen“ (10.). Mithilfe der Schulbibliothek soll selbstständig dazu gearbeitet werden.

Zwei Tage lang trafen sich jetzt die angehenden Club of Rome Schulen und Vertreter der Vereinigung in Hamburg zu Jahrestagung und Festveranstaltung mit Lizenzverleihung. Die fächerübergreifende Projektarbeit stellte Rektor Peters dabei in der Arbeitsgruppe vor, durfte sie auch im Plenum präsentieren. „Da wurde sie mit großem Interesse aufgenommen.“

Bei der Festveranstaltung übergaben Max Schön, Präsident der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome, und Uwe Möller, Projektleiter der Club of Rome Schulen, die Zertifizierungsurkunde an Martin Peters, Konrektorin Tanja Wusterack und Schüler Janosch Smietanka. Darauf ausruhen kann sich die Schule aber nicht. „Für 2015 steht eine erneute Überprüfung an“, sagt Peters.

 

©Lüneburger Landeszeitung, 18.11.2009

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