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Unser Schulprogramm


1. Fakten

Wer wir sind...

Unsere Schule, die „Schule am Katzenberg", ist eine Haupt- und Realschule, die in der Einheitsgemeinde Adendorf am Rande der Stadt Lüneburg liegt. In unserer offenen Ganztagsschule können die Schüler aus vielfältigen Arbeitsgemeinschaften wählen und die zahlreichen Sportstätten der Gemeinde (Sportplatz, Eissporthalle, Freibad, Golfplatz, Tennisplatz, etc.) nutzen.

Wir sind 42 Lehrerinnen und Lehrer, 560 Schülerinnen und Schüler in 25 Klassen. (Stand August 2008)

An beiden Schulformen, der Hauptschule und der Realschule, können der Hauptschulabschluss, der Realschulabschluss und der Erweiterte Sekundarabschluss I erreicht werden, welcher zum Übergang in die Sekundarstufe II des Gymnasiums berechtigt.

Unser Schulgebäude wurde in vier Bauabschnitten seit 1990 neu gebaut. Der letzte, unser Ganztagsanbau mit Mensa, Schulbibliothek, Schüler- und Lehrerarbeitsräumen sowie einem großzügigen Freizeitbereich, wird im Sommer 2008 fertiggestellt.

Unser Einzugsgebiet umfasst die Gemeinde Adendorf sowie die angrenzenden Gemeinden einschließlich der Stadt Lüneburg.

Nach guten Erfahrungen mit einer Integrationsklasse während der Schuljahre 1999/2000 bis 2002/03 gehört die Integration behinderter Kinder zum Schulprogramm. So gibt es z.Z. eine Integrationsklasse mit lern- und körperbehinderten Kindern in der 5. Klassenstufe der Hauptschule sowie eine Kooperationsklasse mit sieben Schülerinnen und Schülern der Förderschule am Knieberg.

Seit November 2002 gibt es bei uns die „Arbeitsgruppe Schulentwicklung". Sie bereitete die Bewerbung als Club of Rome-Schule (CoR) vor und initiierte zahlreiche schulische Verbesserungsmaßnahmen und Projekte.

Im Herbst 2004 wurde die Schule am Katzenberg als einzige Schule der Region Lüneburg in das neu geschaffene Qualitätsnetzwerk der niedersächsischen Schulen aufgenommen. Die AG Schulentwicklung (Steuergruppe) nahm gemeinsam mit der Realschule Delmenhorst und der Möörkenschule Leer an drei Steuergruppenschulungen zum Thema „Projektmanagement" teil.

Wir sind seit dem Jahre 2006 Club of Rome-Schule, arbeiten aktiv im Netzwerk der CoR-Schulen mit und sehen uns den gemeinsam formulierten Zielen verpflichtet.

Bereits 2001/02 wurde gemeinsam mit allen Beteiligten unser Schulethos im Konsens erarbeitet und von der Gesamtkonferenz einstimmig beschlossen. Es wird bei der Anmeldung von den neuen Schülerinnen und Schülern sowie ihren Erziehungsberechtigten unterzeichnet.

 

2. Unser Leitbild

2007 wurde das Schulethos Hauptbestandteil unseres Leitbildes.
Es hängt sichtbar im Eingangsbereich der Schule und in allen Klassenräumen:

I. Von der Würde

Die Würde eines jeden Menschen ist unantastbar. Gegenseitige Achtung basiert auf der Anerkennung der Gleichwertigkeit der Menschen, unabhängig von Unterschieden, Wissen, Kenntnissen, Fähigkeiten und sozialer Stellung, Aussehen, Herkunft sowie religiösen und weltanschaulichen Vorstellungen. Zur Voraussetzung einer guten Beziehung gehört es, die Achtung in Wort und Tat zum Ausdruck zu bringen, in der Art zu sprechen, in der Bereitschaft zum Zuhören und in dem Verständnis für die Gefühle der anderen.

II. Vom Respekt und der Selbstachtung

Jeder bemüht sich, jeder Person mit Respekt zu begegnen, auch sich selbst. Selbstachtung besagt auch, dass man sich nicht durch Zwang in den Dienst anderer stellen lässt, dass man zu seiner Meinung steht, ohne sich in Machtkämpfe verwickeln zu lassen. Respekt vor dem anderen bedeutet auch, dass man schwächere oder jüngere Menschen nicht ausnutzt oder andere bestraft, weil sie die eigenen Vorstellungen nicht akzeptieren. Jeder bemüht sich, den anderen nach diesen Prinzipien des Respekts zu behandeln, selbst dann, wenn der andere es nicht tut.

III. Von der Freiheit und der Verantwortung

Die Schule gibt Lehrern und Schülern Freiheit in dem Maß, in dem Verantwortung getragen werden kann. Jeder, der die Vorteile dieser Schule genießt und seine Rechte wahrnimmt, sollte ebenso die sich daraus ergebenden Pflichten erfüllen. Wer mitentscheidet, übernimmt auch Verantwortung. Wer Regeln anerkennt und befolgt, kann in diesem Rahmen Freiheit beanspruchen.

IV. Vom sozialen Handeln

Alle bemühen sich um Freundlichkeit, Höflichkeit und Hilfsbereitschaft. Jeder versucht den anderen so zu behandeln, wie er behandelt werden möchte, und dort Hilfe zu leisten, wo ein anderer Hilfe benötigt.

V. Von den Räumen

Wir gestalten unseren Lebensraum Schule so, dass wir uns alle wohl fühlen. Jede Klasse trägt zur Gestaltung und Pflege der Einrichtung, der Gebäude und des Geländes bei. Müll wird weitestgehend vermieden bzw. getrennt.

VI. Vom Lernen

"Hilf mir es selbst zu tun" ist einer der wesentlichen Grundsätze, den wir beim Lehren und Lernen an unserer Schule besonders berücksichtigen wollen. Jeder ist für sein Lernen selbst verantwortlich. Lehrer geben hierzu Anregungen und Hilfestellungen. Das Lernen kann nur mit dem eigenen Kopf, den eigenen Händen, dem eigenen Herzen stattfinden.

VII. Vom Gelingen

Jeder ist für das Gelingen von Schule und Unterricht verantwortlich. Wir bemühen uns bestmögliche Leistungen zu erreichen und andere Leistungen anzuerkennen. Jeder Schüler, jeder Lehrer bemüht sich, sich so zu verhalten, dass der Unterricht konstruktiv mitgestaltet wird.

VIII. Vom Streiten miteinander

Gewalt ist keine Lösung. Wir bemühen uns unsere Konflikte gewaltfrei und fair zu regeln. Wer kritisiert, sollte sich im klaren sein, was er mit dieser Kritik verbessern will. Dann hilft Kritik allen. Wer kritisiert, sollte darauf achten, dass er mit seiner Kritik andere Menschen nicht verletzt. Alle sollen lernen, Kritik zu ertragen.

IX. Vom Dienst für die Gemeinschaft

Jeder übernimmt Aufgaben für die Gemeinschaft. Im alltäglichen Schulablauf sind viele kleine Aufgaben zu erledigen. Es ist selbstverständlich, dass sich alle an diesen Ämtern beteiligen.

X. Von der Zusammenarbeit

Die Schule braucht das Vertrauen und die Mitarbeit von Lehrern, Schülern, Eltern und weiteren Mitarbeitern. Damit Schule gelingt, müssen Elternhaus und Schule möglichst eng zusammenarbeiten; dazu gehört auch eine beständige häusliche Unterstützung des Lernens. Die aktive Beteiligung der Eltern an gemeinsamen Vorhaben, Projekten und Festen ist gute Tradition und weiter wünschenswert.

 

3. Bisher Erreichtes

Unsere Schule ist in hohem Maße bemüht, den Erwerb vorgegebener Kompetenzen zu gewährleisten.

Schülerinnen und Schüler zeigen Selbstvertrauen und soziale Verantwortung bei der Mitarbeit in der Schülervertretung, als Streitschlichter, im Projekt „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" sowie als Paten für jüngere Schülerinnen und Schüler.

Bei landesweiten Vergleichsarbeiten wurden in den Fächern Deutsch und Mathematik überdurchschnittliche Leistungen erzielt. So erreichten die 8. Realschulklassen bei den Vergleichsarbeiten Mathematik 2007 7 Punkte über dem Landesdurchschnitt.

Die Quote der Wiederholerinnen und Wiederholer lag am Ende des Schuljahres 2006/07 bei 2,5 %; es gab zu diesem Zeitpunkt lediglich einen Schüler, der ohne HS-Abschluss ins BVJ wechselte. Der Anteil Erweiterter Sek.I-Abschlüsse am Ende der 10. Klassen RS erreichte mit 57,1% im Jahr 2007 einen Wert deutlich über dem Landesdurchschnitt.

Seit dem 1. August 2005 sind wir mit beiden Schulzweigen genehmigte Offene Ganztagsschule. Als Ganztagsschule wollen wir intensiver mit den uns anvertrauten Schülerinnen und Schülern lernen und das Schulleben gestalten. Die pädagogischen Schwerpunkte liegen in der Förderung der sozialen Fähigkeiten und des aktiven Freizeitverhaltens, der Förderung der Kernkompetenzen in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik sowie bei der Anfertigung der Hausaufgaben.                                                                                                               Mit den seit Schuljahrsbeginn 2007/08 zugewiesenen Lehrerstunden für das Ganztagsangebot werden überwiegend Förderangebote organisiert.

In Kooperation mit dem TSV Adendorf werden zahlreiche Sport-AGs in den Sportarten Fußball, Handball, Kegeln, Ju-Jutsu, Schwimmen, Tischtennis und Tanzen angeboten.

Zum Schuljahresbeginn 2008/09 wird ein großzügiger Ganztagsschulanbau mit Mensa, Schulbibliothek, Arbeitsräumen und Freizeitbereich in Betrieb gehen.

Die Schule arbeitet nach einem verbindlichen Methodenkonzept, das den einzelnen Jahrgängen das Erlernen und Erproben bestimmter Methoden (z.B. Herstellen von Mind-Maps, Texte exzerpieren, Mappenführung, Präsentieren) zuordnet. Das Methodenlernen erfolgt schwerpunktmäßig in den Vorhabenwochen.

Mit Beginn des Schuljahrs 2003/2004 wurden für alle Jahrgangsstufen beider Schulformen vier Vorhabenwochen eingeführt. Diese Wochen liegen in jedem Schuljahr wie folgt:

1. Woche: direkt nach den Sommerferien
2. Woche: direkt nach den Herbstferien
3. Woche: 4 Wochen vor den Osterferien
4. Woche: direkt vor Pfingsten.

In diesen Zeiten finden Methodenlernen, Projektwochen, Betriebspraktika, der Schüleraustausch mit einer polnischen Partnerschule in Wagrowiec und Klassenfahrten statt.  Für neue Klassen gibt es in der ersten Woche nach den Sommerferien eine Eingangsphase.

Die Schule am Katzenberg nahm im Sommer 2006 das Zertifikat „proBerufsorientierung! - Schule-Wirtschaft" entgegen. Die Auszeichnung bescheinigt uns ein besonderes Engagement in der Vorbereitung unserer Schülerinnen und Schüler auf das Berufsleben.

Unsere Schulkultur ist geprägt von einer Atmosphäre gegenseitigen Respekts.

Bei beiden Selbstevaluationen (SEIS) 2005 und 2007 liegt die Schule in der Bewertung des Schulklimas und der Schulkultur z.T. deutlich über den niedersächsischen Vergleichswerten.

Nach der ersten Selbstevaluation wurde 2006 das Projekt „Entwicklung einer Lob- und Anerkennungskultur" begonnen, bestehend aus den Teilprojekten „Präsentation von Schülerleistungen" sowie „ISS" (Info-Schülerstunde / Schülerversammlung) der 5./6. Klassen. Beides ist im 2. Halbjahr 2007/08 zum selbstverständlichen Bestandteil unseres Schullebens geworden.

Nach der zweiten Selbstevaluation (SEIS) 2007 entschied sich die Schule für das neue Projekt „Die Schulbibliothek als Lernort". Die im kommenden Schuljahr einzurichtende Schulbibliothek soll einen stark unterrichtsbezogenen Medienbestand bekommen, in den täglichen Unterricht einbezogen werden und spätere SEIS-Ergebnisse im Bereich „Lehren und Lernen" positiv beeinflussen.


4. Aktuelle und zukünftige Entwicklungsziele

  1. Ein wichtiges aktuelles Ziel besteht in der Konsolidierung des bisher Erreichten.
  2. Die im Ganztagsanbau entstehende Schulbibliothek soll Lernort für offene Unterrichtsformen, eigenverantwortliches Lernen und fächerverbindendes Arbeiten werden. Die Projektgruppe „Die Schulbibliothek als Lernort" wird die auf der SchiLF im Februar 2008 formulierten Ziele zur unterrichtsbezogenen Raumgestaltung und Medienausstattung der Schulbibliothek umsetzen.
  3. Neben dem Methodenlernen wird verstärkt fächerverbindendes Projektlernen erfolgen. Dies soll sich bei der Selbstevaluation SEIS 2010 im Bereich 2 „Lehren und Lernen" auswirken, ablesbar in einer höheren Schülerzufriedenheit bei den Fragen 2.1. bis 2.3.
  4. Die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler in der Berufsorientierung werden weiter verbessert, die Ausbildungsfähigkeit gefördert.
  5. Die positive Beeinflussung des Schulklimas, welche aus dem Projekt "Entwicklung einer Lob- und Anerkennungskultur" erwachsen ist, wird sich zunehmend auch im täglichen Unterricht auswirken und der Steigerung der Motivation und der Verbesserung schulischer Leistungen über positive Verstärkung dienen.

 

5. Maßnahmenplanung

  1. Zur Konsolidierung bisheriger Maßnahmen werden jeweils zu Schuljahresbeginn stattfindende Evaluationskonferenzen durchgeführt. Diese dienen gleichzeitig zur Einführung neuer Kolleginnen und Kollegen in die entsprechenden Maßnahmen.
  2. Die Jahrgangsgruppen 5 - 7 benennen der Projektgruppe „Die Schulbibliothek als Lernort" bis zum 30. Juni 2008 die Themen ihrer fächerverbindenden Jahrgangsprojekte, welche ab 2009 verbindlich durchgeführt werden sollen. Bis zu den Herbstferien 2008 entscheidet die Gesamtkonferenz über die Jahrgangsprojekte 5 - 7.
  3. Bis zum 10. Oktober 2008 wird von der Büchereizentrale Niedersachsen je ein Medienpaket pro Projekt für die neu einzurichtende Schulbibliothek vorgeschlagen. Die Beschaffung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Schulleitung und der zu Schuljahresbeginn 2008/09 einzustellenden nebenamtlichen Bibliothekskraft. Die Projekte der Jahrgänge 8 - 10 und die dafür benötigten Medienpakete werden analog dem Verfahren 5 - 7 ein Jahr später bis zu den Herbstferien 2009 beraten und beschlossen.
  4. Die 5. - 7. Klassen führen ab dem Schuljahr 2009/10 ihre fächerverbindenden Jahrgangsprojekte durch und dokumentieren / präsentieren ihre Ergebnisse. Im Schuljahr 2010/11 folgen die Klassen 8 - 10 mit ihren ersten verbindlichen fächerverbindenden Projekten.
  5. Die Fachkonferenz Wirtschaft entwickelt bis zum 15. Dezember 2009 im Rahmen der Rezertifizierung „proBerufsorientierung! - Schule-Wirtschaft" das schuleigene Konzept „Stärken fördern" in Anlehnung an das Projekt „Starke Seiten" der Möhnesee-Schule. Die Schule arbeitet hierbei mit der Koordinationsstelle zum Übergang zwischen Schule und Beruf - Region des Lernens, Lüneburg - zusammen. Im Schülerarbeitsraum des Ganztagsanbaus wird zu Beginn des Schuljahres 2009/10 ein BOC (BerufsOrientierungsCenter) eingerichtet. Entsprechende Software wird an den vier einzurichtenden PC-Arbeitsplätzen vorgehalten.
  6. Das Teilprojekt „ISS" (Info-Schülerstunde/Schülerversammlung) der 5./6. Klassen wird mit Beginn des Schuljahres 2008/09 jeweils für einen weiteren Jahrgang erweitert.


6. Fortbildungskonzept

Jede Lehrkraft unserer Schule nimmt regelmäßig an Fortbildungsveranstaltungen teil.

Oberstes Ziel der Fortbildung ist die Steigerung der Qualität von Unterricht und Erziehung.

Die Fortbildung dient der Erreichung der selbst gesteckten Entwicklungsziele des Schulprogramms. Diese werden jährlich evaluiert und revidiert.

Die Fachkonferenzen, Fachbereichskonferenzen und die Steuergruppe melden Fortbildungsbedarf zu bestimmten Themen an.

Fortbildungen der einzelnen Lehrkräfte werden von der Schulleitung genehmigt und in der Personaldatei festgehalten.

Lehrkräfte, die an außerschulischen Fortbildungen teilgenommen haben, berichten hierüber in Fachkonferenzen oder in der Gesamtkonferenz.

Die Schule führt jährlich mindestens eine Schulinterne Lehrerfortbildung (SchiLF) durch. Das Thema der SchiLF wird von der Schulleitung in Abstimmung mit der Steuergruppe und dem Schulentwicklungsberater bestimmt.


Das Schulprogramm wurde von der Gesamtkonferenz am 28.04.2008 einstimmig beschlossen.